Nach einem Angriff auf einen Bahnmitarbeiter fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer strengere Gesetze. Viele Beschäftigte hätten inzwischen Angst vor Übergriffen im Zug.
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Nach dem Angriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter der Bahn, der nach einem Streit um eine Ticketkontrolle aus einem fahrenden Zug stürzte, fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) härtere rechtliche Konsequenzen. „Wir brauchen Entscheidungen der Justiz, wir brauchen Gesetzesänderungen und wir brauchen das Durchgriffsrecht“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Mario Reiß im WDR.
Es müsse jedem Menschen in Deutschland klar sein, „dass ein Angriff auf den Menschen geahndet wird und mit Folgen zu tun hat, die davor abschrecken, jemanden anzugreifen“. Die Eskalation in Zügen habe eine „gewaltige“ Dimension erreicht, viele Beschäftigte gingen inzwischen mit Angst zur Arbeit.
Der 26 Jahre alte Sicherheitsmitarbeiter war nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei voller Fahrt aus dem Regionalzug gestürzt und wurde schwerst verletzt. Die Tür war infolge der körperlichen Auseinandersetzung beschädigt worden. Der Bahnmitarbeiter stürzte offenbar durch einen Türspalt nach draußen. Ein 36 Jahre alter Fahrgast wurde vorläufig festgenommen, die Ermittlungen dauern an.
dpa
