Für den Ausbau der fahrerlosen Metro-Linie 4 in São Paulo liefert Siemens Mobility die notwendige Signaltechnik. Durch die Erweiterung der Strecke bis Taboão da Serra soll sich der öffentliche Nahverkehr für täglich rund 110.000 Fahrgäste verbessern.
Siemens Mobility ist nach Unternehmensangaben vom brasilianischen Infrastrukturunternehmen Motiva mit der signaltechnischen Ausrüstung der Erweiterung der Metro-Linie 4 in São Paulo beauftragt worden. Das Projekt umfasst einen 3,3 Kilometer langen zweigleisigen Tunnel sowie zwei neue Stationen bis Taboão da Serra. Eingesetzt werden soll unter anderem das Communications-Based Train Control-System (CBTC) in der höchsten Automatisierungsstufe GoA4 für den vollautomatischen und fahrerlosen Betrieb. Zudem sollen sechs Züge mit der CBTC-Technologie ausgerüstet werden.
Die verlängerte Strecke soll laut Siemens Mobility täglich rund 110.000 Fahrgäste aufnehmen und die Fahrzeit zwischen den Endstationen Estação da Luz und Taboão da Serra auf etwa 26 Minuten reduzieren. Die Gesamtstrecke der Linie 4-Gelb wächst damit auf 16,1 Kilometer.
Die Stellwerkstechnik stammt nach Unternehmensangaben aus Deutschland, das CBTC-System aus Frankreich und Teile der Telekommunikationstechnik aus Italien; die Endintegration erfolgt in Brasilien. Siemens Mobility verweist darauf, dass die seit 2010 betriebene Linie 4-Gelb als erste vollautomatische und fahrerlose Metro Lateinamerikas gilt.
EVN
