Nach rund sechs Wochen Sperrung rollt der Zugverkehr zwischen Regis-Breitingen und Treben-Lehma wieder regulär. Die Deutsche Bahn meldet den planmäßigen Abschluss umfangreicher Modernisierungsarbeiten auf der Sachsen-Franken-Magistrale.
Mit dem planmäßigen Abschluss umfangreicher Bauarbeiten hat die Deutsche Bahn die Eisenbahnstrecke zwischen Regis-Breitingen und Treben-Lehma wieder für den regulären Bahnverkehr freigegeben. Der betroffene Abschnitt der Sachsen-Franken-Magistrale war seit dem 3. April gesperrt und ist seit dem 17. Mai wieder uneingeschränkt nutzbar. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde der bauliche Endzustand termingerecht erreicht.
Im Zuge der Modernisierung wurden entlang des Streckenabschnitts zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem der Neubau eines Personentunnels in Regis-Breitingen, der mittels Fertigteilen und Großkran errichtet wurde, sowie die Fertigstellung eines neuen Tunnels in Treben-Lehma. Ergänzend wurden Bahnsteige modernisiert und barrierefreie Zugänge geschaffen, um Reisenden einen stufenfreien Einstieg zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgten Arbeiten an Oberleitungsanlagen, Weichen und der Signaltechnik.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Lärmschutz. In mehreren Orten entlang der Strecke, darunter Haselbach, Plottendorf und Treben-Lehma, entstanden neue Schallschutzwände. Diese sollen die Lärmbelastung für Anwohnende reduzieren und die Aufenthaltsqualität entlang der Bahntrasse verbessern.
Mit Abschluss der Arbeiten ist die Strecke nun wieder zweigleisig befahrbar. Nach Einschätzung der Deutschen Bahn soll dies die Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Kapazität des Schienenverkehrs in der Region verbessern. Dennoch bleiben einzelne Restarbeiten bis Herbst 2026 bestehen, darunter Maßnahmen an Zugängen sowie die Inbetriebnahme eines Aufzugs in Treben-Lehma. Für Frühjahr 2027 ist zudem die Aktivierung eines elektronischen Stellwerks vorgesehen, wofür eine erneute, zeitlich begrenzte Sperrung des Abschnitts notwendig werden soll.
Die Sachsen-Franken-Magistrale verbindet auf rund 288 Kilometern mehrere Bundesländer und wird schrittweise modernisiert, um den Anforderungen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gerecht zu werden. Nach Abschluss des Ausbaus sollen Züge dort künftig mit bis zu 160 statt bislang 120 Stundenkilometern verkehren können.
dpa / EVN
