U-Bahn, Bus und Tram stehen am Dienstag in mehreren großen Städten still. Mit dem Streik will Verdi vor der fünften Verhandlungsrunde für den kommunalen Nahverkehr in Bayern Druck machen.
Wer am Dienstag den ÖPNV nutzen möchte, muss möglicherweise auf Fahrrad oder Auto umsteigen oder zu Fuß gehen: Die Gewerkschaft Verdi ruft zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer Städte auf. Der Arbeitskampf soll unter anderem U-Bahn, Bus und Tram in München und Nürnberg lahmlegen.
Auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt werden die öffentlichen Verkehrsmittel Verdi zufolge bestreikt. S- und Regionalbahnen fahren wie gewohnt, hier gibt es keinen Ausstand. Aschaffenburg ist ebenfalls vom Streik betroffen, dort erwartet Verdi aber keine Auswirkungen für Fahrgäste.
Teilweise werden in den betroffenen Städten Notfahrpläne erstellt. Im Busbereich kann erfahrungsgemäß oft ein Teilverkehr mit Fahrzeugen externer Dienstleister aufrechterhalten werden. Bei U-Bahn und Trams waren die Ausfälle zuletzt meist stärker.
Druck vor fünfter Verhandlungsrunde
Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als “realitätsfern” abgelehnt. Im aktuellen Tarifkonflikt hat es bereits zahlreiche Warnstreiks gegeben.
dpa
