Die Initiative Bürgerbahn spricht sich für eine deutliche Preissenkung des Deutschlandtickets für einkommensschwächere Haushalte aus. Ziel sei eine sozial gerechte und klimafreundliche Entlastung angesichts hoher Kraftstoffpreise.
Die Initiative Bürgerbahn fordert laut Mitteilung eine deutliche Preissenkung des Deutschlandtickets für Menschen mit geringem Einkommen. Vorgeschlagen wird eine Reduzierung von derzeit 63 auf 29 Euro pro Monat für Personen mit einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen unter 30.000 Euro. Hintergrund seien die stark gestiegenen Kraftstoffpreise, die derzeit zu politischen Debatten über Entlastungsmaßnahmen führen.
Vorschläge wie eine höhere Pendlerpauschale oder Steuersenkungen würden erst verzögert wirken. Eine gezielte Verbilligung des Deutschlandtickets könne hingegen breite Bevölkerungsgruppen unmittelbar entlasten. Zudem wird argumentiert, dass eine solche Maßnahme klimafreundliche Mobilität fördere. Die Finanzierung einer Ticketvergünstigung sei nach Einschätzung der Initiative durch Mehreinnahmen aus Steuern auf Kraftstoffe teilweise ausgleichbar.
Ein Vertreter der Organisation betonte, dass sozialpolitische Maßnahmen und klimapolitische Ziele auch in Krisenzeiten nicht aus den Augen verloren werden dürften. “Eine Preisreduzierung des Deutschlandtickets für Niedrigeinkommensgruppen ist dazu eine sinnvolle Maßnahme”, sagte Bürgerbahn-Sprecher Heiner Monheim. Zuvor hatte bereits die Deutsche Umwelthilfe eine Senkung des Deutschlandtickets gefordert.
EVN
