Allianz pro Schiene fordert stärkere Verlagerung auf die Bahn für Klimaschutz

Die Allianz pro Schiene sieht im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung deutliche Lücken im Verkehrsbereich. Statt Fokus auf Spritpreise fordert der Verband mehr Investitionen und Kapazitäten für die Schiene.

Der Branchenverband Allianz pro Schiene hat das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung im Verkehrssektor kritisiert und Nachbesserungen gefordert. Aus Sicht des Verbands wird das Potenzial der Schiene zur Reduzierung von Treibhausgasen nicht ausreichend genutzt.

Geschäftsführer Dirk Flege erklärte, eine nachhaltige Verkehrspolitik müsse stärker auf die Verlagerung von Verkehr von der Straße auf die Schiene setzen. Zwar erkenne die Bundesregierung die Bedeutung des Deutschlandtickets an, konkrete Maßnahmen zur Förderung des Bahnverkehrs blieben jedoch unzureichend.

Kritisch bewertet der Verband auch die aktuelle Debatte um steigende Benzinpreise. Statt kurzfristiger Preismaßnahmen brauche es langfristige Lösungen wie ein besseres Angebot im öffentlichen Verkehr und den Ausbau von Kapazitäten auf der Schiene. Auch ein bundesweit einheitliches Sozialticket wird gefordert.

Zudem spricht sich die Allianz pro Schiene für eine stärkere Verzahnung verschiedener Verkehrsträger aus. Dazu zählen etwa der Ausbau von Park-and-Ride-Angeboten sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an Bahnhöfen.

Hintergrund sind aktuelle Zahlen zum CO₂-Ausstoß im Verkehrssektor, die weiterhin über den Zielwerten liegen. Der Verband sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf, um Klimaziele zu erreichen.

EVN