Im Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn gibt es weiter keine Einigung. Ein Knackpunkt ist die Laufzeit eines Tarifvertrags. Aber es gab Bewegung.
Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Hamburger Hochbahn sind erneut ohne Einigung geblieben. Das teilten die Tarifpartner am späten Montagnachmittag mit. Die Hochbahn sprach von einem verbesserten Angebot. Das städtische Verkehrsunternehmen bietet demnach in mehreren Schritten bis zu 8,1 Prozent mehr Entgelt im Monat – allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten.
Verdi legte ein Kompromissangebot vor, dass im Kern zwar nur eine Entgeltsteigerung von 3,4 Prozent, aber mindestens in Höhe von 150 Euro beinhaltete. Die Gewerkschaft verlangt jedoch eine deutlich geringere Laufzeit von lediglich zwölf Monaten.
Hochbahn-Verhandlungsführerin Saskia Heidenberger erklärte, “nicht akzeptabel ist, wenn wir ab Januar 2027 schon wieder verhandeln und unsere Kundinnen und Kunden erneut von massiven Streiks betroffen wären.” Noch in der Verhandlungsrunde sei das Unternehmen Verdi entgegengekommen.
Gewerkschaftssekretär Gabriel Arndt kritisierte, “bei einer derart volatilen Weltlage sind lange Laufzeiten, wie sie die Hochbahn vorschlägt, völlig inakzeptabel”. Die Hochbahn habe eine bereits vereinbarte Arbeitszeitverkürzung aus 2024 nun als vermeintliche Entgeltsteigerung eingerechnet. “Das ist unredlich und dreist.”
Die Verhandlungen sollen am 23. März fortgesetzt werden. Weitere Warnstreiks sind bislang nicht angekündigt.
dpa / EVN
