BVG macht im Tarifstreit mit Verdi erstes Angebot

Erste Annäherung im Tarifstreit: BVG und Verdi ringen weiter um bessere Arbeitsbedingungen. Bei der nächsten Verhandlungsrunde sollen einige Themen besonders in den Blick genommen werden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben in der laufenden vierten Verhandlungsrunde der Tarifauseinandersetzung mit Verdi ein erstes Angebot vorgelegt. “Verhandeln bedeutet, um Ergebnisse zu ringen, auch da, wo Vorstellungen weit auseinander liegen. Es ist in dieser Runde gelungen, schon erste Ergebnisse zu erzielen”, teilte das Unternehmen mit.

Über den genauen Inhalt des Angebots sowie die erzielten Ergebnisse informierte die BVG nicht. Das Unternehmen teilte mit, dass auf Basis des ersten Angebots nun unter anderem über die Themen Urlaub und Urlaubsgeld, Mindestruhezeit, Schichtlänge, Wendezeit und geteilte Dienste intensiver verhandelt werden soll. Die Gewerkschaft äußerte sich zunächst nicht.

Nächste Verhandlungsrunde bereits angesetzt

Beide Seiten saßen seit Mittwoch in Berlin zu zweitägigen Gesprächen zusammen. Verdi hatte in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde zu Warnstreiks bei der BVG aufgerufen. Am Freitag und Samstag kam der Nahverkehr der Hauptstadt deshalb nahezu vollständig zum Erliegen.

Verhandelt wird nicht über mehr Geld, sondern um die Arbeitsbedingungen, die im sogenannten Manteltarifvertrag festgelegt sind. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 19. und 20. März angesetzt.

Die Arbeitnehmerseite fordert unter anderem mehr Urlaubstage, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage. Zudem will sie längere Wendezeiten auf allen Linien durchsetzen. Damit ist die Zeit am Ende einer Route gemeint, die Fahrerinnen und Fahrer haben, um in die Gegenrichtung wieder loszufahren.

Die BVG hatte die Gewerkschaft bislang vor allem dazu aufgefordert, die jeweiligen Punkte stärker zu priorisieren. Nach Bewertungen der Arbeitgeberseite umfassen die Forderungen der Gewerkschaft ein Gesamtvolumen von gut 150 Millionen Euro Personalkosten pro Jahr.

dpa / EVN