Spanien vergibt Aufträge für Hochgeschwindigkeitsstrecke Murcia–Almería

Spanien treibt die Arbeiten an der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Murcia–Almería weiter voran. Über die Bahninfrastrukturgesellschaft Adif AV wurden Lieferverträge für Gleisbauteile und Weichen vergeben oder ausgeschrieben.

Das Verkehrsministerium in Spanien hat über die Infrastrukturgesellschaft Adif Alta Velocidad (Adif AV) neue Verträge zur Gleismontage auf der künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Murcia–Almería abgeschlossen. Laut Ministeriumsangaben beläuft sich das Gesamtvolumen der Aufträge auf 9,6 Millionen Euro.

Ein Auftrag im Wert von 5,3 Millionen Euro ging an die Lieferung von Weichen für den 68 Kilometer langen Abschnitt Vera–Almería, die den Gleiswechsel der Züge ermöglichen. Zudem wurde der erste Vertrag für den Bereich Lorca–Vera ausgeschrieben: Für 4,3 Millionen Euro sollen Gleisdehnungsvorrichtungen beschafft werden, die thermische Spannungen in den Schienen ausgleichen.

Das Ministerium betont, dass damit die gesamte Hochgeschwindigkeitslinie Murcia–Almería (rund 200 Kilometer) inzwischen in der Gleisbauphase sei. Während die Montagearbeiten zwischen Murcia und Lorca bereits laufen, wurden für Vera–Almería die Beschaffung von Schwellen, Schienen und Weichen vergeben; für Lorca–Vera befindet sich das Verfahren in Vorbereitung.

Parallel dazu schreiten die Elektrifizierungsarbeiten zwischen Murcia und Lorca sowie das Ausschreibungsverfahren für den Abschnitt Lorca–Almería (140 km) voran. Zudem wurden bereits Aufträge für die Signal und Kommunikationstechnik (ERTMS und GSMR) erteilt.

Die neue Verbindung gilt als Teil des europäischen Mittelmeerkorridors und soll die Erreichbarkeit Südspaniens verbessern. Das Projekt kann durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert werden und trägt zu den UNNachhaltigkeitszielen 7, 8 und 9 bei.

EVN