ProRail-CEO John Voppen will an Europas Bahnnetz mitwirken

ProRailChef John Voppen will künftig gemeinsam mit ÖBBInfrastrukturvorstand Johannes Pluy das europäische Netzwerk der Infrastrukturbetreiber ENIM leiten. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr in Europa soll in Zukunft effizienter, attraktiver und klimafreundlicher gestaltet werden.

Am 20. November erklärte John Voppen, CEO des niederländischen Infrastrukturbetreibers ProRail, bei einem Treffen in Warschau seine Bereitschaft, den CoVorsitz des European Network for Infrastructure Managers (ENIM) zu übernehmen. Das teilte ProRail in einer Erklärung mit. Gemeinsam mit Johannes Pluy von ÖBB Infrastruktur will er das Netzwerk künftig führen. Eine endgültige Entscheidung über die Ernennung wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.

Das ENIM spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der neuen EUKapazitätsmanagementverordnung, die eine stärkere Koordinierung und Harmonisierung der europäischen Eisenbahninfrastruktur vorsieht. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um den internationalen Personen und Güterverkehr zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

Die Europäische Kommission hat kürzlich einen Aktionsplan zur Förderung grenzüberschreitender Bahnreisen vorgestellt. Er umfasst den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsverbindungen, eine zentralisierte Buchungsplattform sowie die Förderung der Bahn als nachhaltige Alternative zu Kurzstreckenflügen.

Für ProRail bietet die Initiative neue Chancen: Die Niederlande sollen künftig noch besser mit europäischen Metropolen wie Brüssel, Paris, London, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin verbunden werden. Kurzfristig konzentriert sich ProRail darauf, die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen, um mehr internationale Zugverbindungen zu ermöglichen und so Klimaziele zu unterstützen.

Darüber hinaus arbeitet ProRail gemeinsam mit Partnern an der Einführung des Europäischen Zugleitsystems ERTMS, an Verbesserungen der Hochgeschwindigkeitsstrecke Süd sowie an Investitionen in die Energieversorgung. Durch die aktive Mitarbeit bei ENIM will das Unternehmen künftig europäische Standards mitentwickeln und sie auf nationale Mobilitätsziele abstimmen.

EVN