Pro Bahn nennt erneute Stuttgart-21-Verschiebung “Riesenblamage”

Die erneute Verschiebung der Fertigstellung des Bauprojekts Stuttgart 21 ist nach Ansicht des Fahrgastverbands Pro Bahn ein Debakel für den Konzern.

Die Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 muss erneut verschoben werden. Der Fahrgastverband Pro Bahn findet dafür deutliche Worte: “Das ist eine Riesenblamage. Die Verschiebung schadet erneut dem Image der Bahn”, sagte Verbandschef Detlef Neuß der Rheinischen Post (Donnerstagsausgabe).

Weil der Tiefbahnhof nicht wie geplant im Dezember 2026 zumindest teilweise öffne, “wird das wieder jede Menge Geld kosten, das woanders bei der Bahn fehlen wird. Es kann durchaus sein, dass nun Investitionen zurückgestellt werden müssen”, ergänzte Neuß.

Zugleich sagte der Verbandschef, er wünsche sich Konsequenzen im Konzern. “Aber man muss leider sagen: Es ist, wie es ist.” Der neuen DB-Chefin Evelyn Palla könne man keine Schuld an der erneuten Verschiebung geben. “Was jetzt passiert, dafür tragen ihre Vorgänger die Verantwortung”, sagte Neuß.

dts Nachrichtenagentur / EVN