Abnahme verzögert sich – Hamburger S-Bahn-Station Diebsteich bleibt länger gesperrt


HAMBURG | Seit Oktober 2022 hält wegen Bauarbeiten am Hamburger Bahnhof Diebsteich keine S-Bahn mehr. Das soll bis Anfang nächsten Jahres auch so bleiben. Der Grund ist kurios.

Die Wiedereröffnung der seit Oktober 2022 gesperrten Hamburger S-Bahnstation Diebsteich verzögert sich weiter. Statt im August soll sie nun voraussichtlich Anfang kommenden Jahres in Betrieb gehen, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit. Grund sei, dass die Arbeiten zwar bis zum Sommer abgeschlossen seien, die etwa drei Wochen dauernde Abnahme der Leit- und Sicherungstechnik aber erst im Januar erfolgen könne. Früher stehe kein Abnahmeprüfer zur Verfügung, hieß es.

Der bestehende Ersatzverkehr mit der Buslinie 180 soll bis dahin aufrechterhalten bleiben. Ursprünglich sollte die S-Bahn-Station bereits im November 2023 fertig sein. Das wurde im September 2023 dann jedoch auf den Sommer 2024 verschoben. Der Grund damals: Die Pläne für die neue Unterführung mussten überarbeitet und geändert werden.

Abnahmeprüfer seien hoch spezialisierte, vom Eisenbahn-Bundesamt anerkannte Sachverständige, deren Ausbildung in der Regel zwischen sieben und zehn Jahre dauere, erklärte die Bahn. Der Bedarf an Abnahmeprüfern habe sich aufgrund der deutlichen Zunahme der Bautätigkeiten der Bahn erhöht, was zu teils längeren Wartezeiten bei den Einsätzen führe. „Trotz intensiver Bemühungen konnte die DB bedauerlicherweise keinen Abnahmeprüfer für die Station und den Zeitraum binden“, teilte die Bahn mit.

Die S-Bahn-Station wird im Rahmen der Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona nach Diebsteich erneuert. Die Arbeiten für den Fern- und Regionalbahnhof bleiben nach Angaben der Bahn von den Verzögerungen unberührt. Der neue Bahnhof soll 2027 zumindest provisorisch seinen Betrieb aufnehmen.


dpa