Tarifstreit mit GDL – City-Bahn Chemnitz wird erneut bestreikt


CHEMNITZ | Das Kräftemessen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Chemnitzer City-Bahn geht weiter.

Am Dienstag kündigte die GDL kurzfristig einen weiteren Streik an, wie das Unternehmen mitteilte. Der Arbeitskampf sollte bis zum Mittwochmorgen 6.00 Uhr dauern und begann am Dienstagmittag gegen 12 Uhr. Es sollte ersatzweise ein Notverkehr mit Bussen verkehren.

Man habe Vorschläge zur Reduzierung der Arbeitszeit und zur Lohnerhöhung gemacht, erklärte Geschäftsführer Friedbert Straube. „Alles lehnte die GDL ab. Ich hoffe, die GDL findet zur Verhältnismäßigkeit zurück.“

Die Gewerkschaft kämpft für die 35-Stunden-Woche und hat dazu nach eigenen Angaben schon in 47 Unternehmen Vereinbarungen erkämpft. Die City-Bahn, die sechs Linien in der Region Chemnitz betreibt, sträubt sich als eines der letzten Bahnunternehmen bundesweit dagegen. Der Streit ist in den vergangenen Tagen eskaliert. Die GDL hatte ihre Mitglieder bereits mehrfach aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Zudem werden die Ausstände nicht mehr mit längerem Vorlauf bekanntgegeben. GDL-Chef Claus Weselsky warf Straube ein „unsauberes und perfides Spiel mit der Angst um den Arbeitsplatz“ vor. Die Beschäftigten der City-Bahn seien keine „Eisenbahner zweiter Klasse“. Er mahnte ein vernünftiges Angebot an, um den Weg für Verhandlungen freizumachen.


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EVN / dpa