Künftig mehr Fernzüge mit barrierefreiem Einstieg


BERLIN | Reisen mit ICE und Intercity sind beispielsweise für Menschen mit Rollstühlen nicht immer einfach. Das soll sich mit neuen Fahrzeugen in der Zugflotte mehr und mehr ändern.

Immer mehr Fernzüge der Deutschen Bahn sollen künftig ohne Stufen oder andere Barrieren etwa für Menschen mit Behinderungen zu benutzen sein. Bis 2025 sollen rund 50 Prozent und bis 2030 mindestens zwei Drittel der Züge mit „fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen oder einem niveaugleichen Einstieg“ ausgestattet sein, wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion antwortete. So werde Passagieren der Ein- und Ausstieg auch unabhängig von unterstützendem Servicepersonal am Bahnhof ermöglicht.

Der ab Ende dieses Jahres zur Flotte kommende Zugtyp ICE L gewährleiste an Stationen mit der Regelbahnsteighöhe von 0,76 Metern erstmals an allen Einstiegen einen niveaugleichen Zugang, erläuterte das Ministerium mit Verweis auf Angaben des bundeseigenen Konzerns. Auch der Innenraum habe auf nahezu ganzer Zuglänge keine Stufen oder steilen Rampen. Im vergangenen Jahr halfen Servicekräfte in 594.000 Fällen beim Ein-, Um- oder Aussteigen.

Generell seien neu konzipierte Züge nach Bahn-Angaben barrierefrei zugänglich, teilte das Ministerium weiter mit. Dazu gehörten auch ertastbare Sitzplatznummern, Haltegriffe an den Sitzen, Deckenmonitore im Fahrgastraum, großzügige Gepäckregale in Fußbodenhöhe, akustische Türfinde-Signale und höhenverstellbare Hubtische in Rollstuhlbereichen. Die Reservierungsquote der Rollstuhlplätze in den ICEs lag demnach 2023 bei etwa 10 Prozent.


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dpa / EVN