Verkehrsunternehmen empfehlen Verbot von E-Tretrollern im ÖPNV


BERLIN | Zahlreiche Verkehrsunternehmen haben sich für ein Mitnahmeverbot von E-Tretrollern in Bussen und Bahnen des öffentlichen Personennahverkehrs ausgesprochen.

„Grund dafür ist der niedrige Sicherheitsstandard der verbauten Lithium-Ionen-Akkus und damit verbunden ein erhöhtes Brand- und Explosionsrisiko sowie die gesundheitsschädliche Rauchgasfreisetzung“, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Donnerstag mit. Die im Betriebsausschuss des Verbands vertretenen Unternehmen hätten daher eine entsprechende Empfehlung für die Branche gegeben. In London, Barcelona und Madrid habe es bereits durch E-Scooter ausgelöste Brände und Explosionen in ÖPNV-Fahrzeugen gegeben.

„Das, was in den Fahrzeugen in Madrid, Barcelona oder London passiert ist, kann auch in Deutschland jederzeit passieren“, teilte der Vorsitzende des VDV-Betriebsausschusses und Betriebschef bei den Leipziger Verkehrsbetrieben, Ronald Juhrs, mit. „Daher sehen wir uns aktuell dazu gezwungen, die Mitnahme solcher Fahrzeuge in Bussen und Bahnen nicht mehr zu empfehlen.“

In Nordrhein-Westfalen haben die kommunalen Verkehrsbetriebe in den fünf größten Städten des Bundeslands ein entsprechendes Verbot zum 1. März bereits umgesetzt. Die KVB (Köln), Rheinbahn (Düsseldorf), DSW21 (Dortmund), Ruhrbahn (Essen) und DVG (Duisburg) untersagen die Mitnahme von E-Tretrollern, die auch E-Scooter genannt werden, in all ihren Bussen und Bahnen. Die kommunalen Nahverkehrsbetriebe berufen sich bei ihrer Entscheidung auf einer Empfehlung des VDV. Weitere Betriebe wollen dem Vorgehen folgen. So planen die Wuppertaler Stadtwerke den Verbotsstart zum 18. März. Die Bogestra (Bochum) kündigte das Verbot zum 1. April an.


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dpa