VDV warnt vor negativen Auswirkungen bei langem GDL-Streik


BERLIN | Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hofft auf eine zeitnahe Einigung im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL.

„Je länger der Streik dauert, desto umfassender sind die negativen Folgen für die gesamte Branche, also auch für nicht bestreikte Eisenbahnunternehmen“, betonte VDV-Geschäftsführer Martin Henke. Der Verband hoffe bei möglichen Streiks auf eine kurze Dauer, um nachhaltige wirtschaftliche Schäden für die Eisenbahnen zu vermeiden.

Neben Fahrgästen und Güterkunden könnte auch die Versorgungssicherheit der Industrie und des Handels leiden, insbesondere bei kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerken, hieß es. Viele Industriezweige wie Energieerzeugung, Chemie und Stahl, aber auch der Kombinierte Verkehr mit seiner hohen Bedeutung für den Handel seien auf die Gütertransporte per Bahn angewiesen.

Henke betonte, dass die Eisenbahnen im Güter- und im Personenverkehr bereits „mit zahlreichen aktuellen Herausforderungen extrem zu kämpfen“ hätten. „Von daher ist es wichtig, dass selbst bei einem längeren Streik die Leistungsfähigkeit der Branche so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.“


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