Dobrindt sieht Wissing bei Boni-Zahlungen an Bahnvorstände in der Pflicht


BERLIN | CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dazu aufgefordert, sich für leistungsbezogene Boni-Zahlungen in der Führung der Bahn einzusetzen.

Wissing stehe „hier in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich die Boni der Bahnvorstände in Richtung ihrer Leistung entwickeln und nicht umgekehrt“, sagte Dobrindt am Dienstag vor einer Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin.

Großkonzerne wie die Deutsche Bahn können im neuen Jahr wegen der Strompreisbremse zurückgehaltene Boni an ihre Geschäftsleitungen auszahlen. Mit dem Ende der Strompreisbremse entfällt auch das sogenannte Boni-Verbot.

Grünen-Chefin Ricarda Lang hatte die Bonuszahlungen für Vorstände der Deutschen Bahn als unangemessen und ungerecht bezeichnet. „Die Boni bei der Bahn mögen rechtlich legitim sein, aber ich glaube, mit Gerechtigkeit haben sie rein gar nichts zu tun“, sagte sie.

Bahn-Vorstandschef Richard Lutz wird beispielsweise laut Geschäftsbericht für 2022 einen Bonus von mehr als 1,26 Millionen Euro erhalten. Bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung im September hat die Bahn ein neues Vergütungssystem beschlossen, das stärker auf langfristige Erfolge ausgerichtet ist.


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dpa