Dach dicht: Hallendecke des Stuttgart 21-Herzstücks ist geschlossen


STUTTGART | Der Bau des Tiefbahnhofs in Stuttgart schreitet Abschnitt für Abschnitt voran. Nach der letzten Kelchstütze ist nun die Bahnhofsdecke fertig. Aber bis Züge fahren, dauert es noch.

Auf der Großbaustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof ist das Dach der neuen Bahnsteighalle betoniert und geschlossen worden. Der Rohbau der Bahnsteighalle sei damit fertiggestellt, teilte die Bahn am Dienstag nach dem Bauschritt auf dem Schalendach über den 28 markanten Kelchstützen mit, die die Konstruktion tragen. „Dies ist zwar nur eine ‚kleine Betonage‘, aber ein riesiger Meilenstein im Projekt, welcher uns mit großen Stolz erfüllt“, sagte Mark Theilemann, der Projektleiter bei der Deutschen Bahn für den neuen Hauptbahnhof. Die Betonarbeiten hatten Anfang 2016 begonnen.

Nach Bahn-Angaben überspannt das Dach eine Fläche von knapp 36.000 Quadratmetern und ist damit umgerechnet etwa so groß wie fünf Fußballfelder. Die Bahnsteighalle selbst ist 447 Meter lang und 80 Meter breit. Bis zum kommenden Sommer will die Bahn dort etliche Meter Gleis verlegen lassen. „Wir gehen weiterhin von einer Inbetriebnahme Ende 2025 aus“, teilte ein Sprecher zudem mit.

Unklar ist, ob die Baukosten bis dahin die Marke von zehn Milliarden Euro überschreiten werden. Die Kostenplanung dürfte auch ein wichtiges Thema bei der nächsten Sitzung des sogenannten Lenkungskreises an diesem Freitag sein.

Im Zuge des Projekts Stuttgart 21 wird der komplette Bahnknoten der baden-württembergischen Landeshauptstadt neu geordnet. Herzstück ist der neue Stuttgarter Tiefbahnhof. Die an das Projekt anschließende Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm war bereits im vergangenen Dezember in Betrieb genommen worden. Projektpartner sind neben der Bahn als offizielle Bauherrin das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart.


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dpa