ÖPNV in Schleswig-Holstein ohne Maskenpflicht


KIEL | Mit dem Jahreswechsel fällt in Schleswig-Holstein die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Landesregierung setzt auf mehr Eigenverantwortung.

Fahrgäste von Bus und Bahn ganz im Norden Deutschlands müssen von Sonntag an keine Masken mehr zum Gesundheitsschutz tragen. Der in der Corona-Pandemie verhängten Pflicht folgt mit Beginn des neuen Jahres eine Empfehlung, Mund und Nase im Nahverkehr zu bedecken.

Die Landesregierung begründete ihre Entscheidung auf dem Weg zu mehr Normalität mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Die Lage in den Krankenhäusern sei zwar angespannt, aber dies gehe auf die hohe Zahl an Patienten mit anderen Atemwegserkrankungen zurück. Zudem treffe das Corona-Virus auf eine durch Impfung und Infektionen mittlerweile weitgehend immunisierte Bevölkerung, so dass die Krankheitsverläufe überwiegend mild seien. „Es ist an der Zeit, den Übergang von der Pandemie in die Endemie auch rechtlich abzubilden und die pauschalen grundrechtseinschränkenden Maßnahmen zu beenden“, erklärte Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU).

Bei Erkältungswellen und Atemwegserkrankungen könnten sich alle effektiv selbst schützen, unter anderem durch regelmäßiges Lüften, freiwilliges Tragen von Masken und Impfungen. In Bayern und Sachsen-Anhalt ist die Maskenpflicht bereits entfallen, nicht aber in Schleswig-Holsteins Nachbarländern Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Bemühungen um eine einheitliche Regelung in allen Ländern waren gescheitert.

Über die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs entscheiden die Länder selbst. Für Fernzüge und Fernbusse ist bis zum 7. April 2023 bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht festgeschrieben.


EVN / dpa

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