Züge der Ahrtalbahn und in der Eifel fahren künftig elektrisch


MAINZ | Der Bahnverkehr im Ahrtal und in der Eifel soll sich bis 2028 von Dieseltriebfahrzeugen verabschieden und voll elektrifiziert werden.

„Das ist ein echter Meilenstein für den Klimaschutz“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Mainz. Die Elektrifizierung kostet etwa 388 Millionen Euro. Davon trägt der Bund 308 Millionen, das Land 80 Millionen Euro.

„Es ist ein guter Tag, dass ich diese Verträge jetzt unterzeichnen kann“, sagte Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne). „Die Schiene ist der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele“ – Rheinland-Pfalz will in einem Zeitraum von 2035 bis 2040 klimaneutral werden. Daher müsse auch der ÖPNV selbst klimafreundlich betrieben werden, sagte Eder vor der Fahrt zum Deutschen Nahverkehrstag in Koblenz.

Die im vergangenen Jahr bei der Flutkatastrophe erheblich beschädigte Ahrtalbahn soll von Remagen über Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Ahrbrück elektrifiziert werden. Die Strecke verläuft auf 14 Kilometern zweigleisig, auf 12 Kilometern eingleisig und auf 1,8 Kilometern über Bahnhofsgleise. Deutlich größer und damit kostenintensiver wird die Elektrifizierung der Eifelstrecke von Trier-Ehrang bis zur Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen sein. Davon sind 50,1 Kilometer eingleisig, 21,8 Kilometer zweigleisig und 30,6 Kilometer teilweise parallel verlaufende Bahnhofsgleise.

Die Vereinbarung wurde in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen und der Deutschen Bahn getroffen. Die Elektrifizierung mache es möglich, dass die Züge auf beiden Strecken künftig verlässlicher, leiser und pünktlicher fahren könnten, erklärte Jens Bergmann von der DB Netz AG. „Damit wollen wir noch mehr Menschen für die klimafreundliche Schiene gewinnen.“


dpa | Foto: DB AG / Dominic Dupont
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