Frauen bei der Deutschen Bahn – Erster „Female ICE“ auf der Schiene


BERLIN | Die Deutsche Bahn hat einen ICE auf die Reise geschickt, der mit einem rein weiblichen Personal besetzt war. Ziel der Aktion „Female ICE“, die an diesem Mittwoch veranstaltet wurde, war das Werben für Karrieremöglichkeiten von Frauen im Unternehmen.

„Wir brauchen deutlich mehr Frauen in Technikberufen und Führungspositionen“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Rund 50.700 Frauen arbeiten derzeit in Deutschland für den Staatskonzern. Damit der Anteil von aktuell 23,4 Prozent in Zukunft stetig wächst, wirbt die Deutsche Bahn um mehr weibliches Personal. Auch der Anteil von Frauen in Führungspositionen soll von jetzt 25,5 auf 30 Prozent bis 2024 ansteigen, teilte das Unternehmen mit.

Der „Female ICE“ wurde am Mittwochmorgen in München von Bayerns Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, und DB-Regio-Vorständin und Mitglied des Frauennetzwerks, Ulrike Haber-Schilling, verabschiedet. Am Berliner Hauptbahnhof wurde der Zug wenige Stunden später von der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und DB-Vorstand Seiler begrüßt.

„Unsere Arbeitswelt sollte alle Menschen ermutigen, den Beruf zu ergreifen, den sie möchten. Rollenvorstellungen und Geschlechterklischees sind dafür leider noch oft eine große Hürde“, betonte Giffey.

Die Deutsche Bahn will nach eigenen Angaben auch in diesem Jahr 21.000 neue Mitarbeitende an Bord holen, darunter auch 5.200 Nachwuchskräfte. Allein im ersten Quartal habe man bereits mehr als 3.000 Frauen eine Einstellungszusage geben können, hieß es von Seiten der Bahn.


EVN | Foto: DB AG / Anastasia Schuster
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