CDU-Chef Merz unternimmt Zugreise nach Kiew


KIEW | CDU-Chef Friedrich Merz ist am Dienstag per Zug in die ukrainische Hauptstadt gereist. In Kiew traf sich der deutsche Oppositionsführer unter anderem mit dem Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, und dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj.

Vor der Ankunft hatte sich Merz bereits über den Kurznachrichtendienst Twitter im Selfie-Stil aus dem Abteil eines Zuges gemeldet. „Eine Nacht im Schlafwagen auf dem Weg nach Kiew“, sagte der CDU-Politiker in einem 17 Sekunden langen Video. Die Fahrt sei sicher und die ukrainischen Behörden seien äußerst kooperativ, so der 66-Jährige.

Vorausgegangen waren wochenlange Diskussionen über eine mögliche Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der wegen der Ausladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier Mitte April vorerst nicht in die Ukraine fahren will. Die Reisepläne von Merz waren unter anderem aus den Reihen der SPD auf Kritik gestoßen. Mehrere Politiker hatten ihm parteipolitische Manöver vorgeworfen.

Russland führt seit dem 24. Februar einen brutalen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland. Nach UN-Angaben seien bisher mindestens rund 3.200 zivile Todesopfer im Ukraine-Krieg registriert worden – allerdings wird von weitaus höheren Opferzahlen ausgegangen.


EVN | Foto: Twitter / @_FriedrichMerz
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