Bahnkunden-Verband fordert Verschiebung des 9-Euro-Tickets


BERLIN | Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) fordert die zeitliche Verschiebung des geplanten 9-Euro-Tickets, das von Anfang Juni bis Ende August gelten soll.

Die günstige Monatskarte, mit der die Bundesbürger wegen der steigenden Energiepreise entlastet werden sollen, sei zwar eine „gute Idee“. Allerdings ließen Vorbereitung und Durchführung schlimmes erahnen, so der Verband in einer veröffentlichten Pressemitteilung.

Aktuell seien immer noch Fragen zur Finanzierung und praktischen Umsetzung offen, die erst zehn Tage vor dem Inkraftreten abschließend geklärt würden, hieß es. Über die gesetzliche Grundlage werde erst am 20. Mai im Bundesrat abgestimmt. „Der Zeitplan zeigt, dass Schnelligkeit vor Gründlichkeit geht“, kritisierte der DBV. Üblicherweise bräuchten Tarifänderungen in der Regel aber mindestens ein halbes Jahr Vorbereitung.

Das 9-Euro-Ticket sei „mit heißer Nadel gestrickt“. Es werde „im Eilverfahren mit absehbaren Problemen durchgewunken“. Der Verband befürchtet ein „sehr teures Strohfeuer“, „wenn sich die Verantwortlichen nicht die Zeit für eine bessere Vorbereitung nehmen.“


EVN | Foto: Imago / Rainer Weisflog
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