Deutsche Bahn muss Regionalzüge wegen Ukraine-Krieg verkürzen


BERLIN | Der Ukraine-Krieg führt zu Problemen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn.

Wichtige Radscheiben können nicht geliefert werden, weil die Fabrik eines Herstellers in der Ukraine derzeit geschlossen ist, berichtet der Spiegel. Auf einzelnen Verbindungen der Deutschen Bahn, auf denen Doppelstockwagen fahren, kämen wegen des Mangels vorübergehend kürzere Züge zum Einsatz, bestätigt ein Bahn-Sprecher auf Anfrage.

Zugräder sind Verschleißteile, sie müssen regelmäßig ausgetauscht werden, bei normalen Wagen etwa alle ein bis drei Millionen Kilometer. Inzwischen habe die Bahn einen neuen Hersteller aus Spanien gefunden. Dieser habe zugesagt, so der Sprecher, „bereits in diesem Monat die Produktion der Räder aufzunehmen“.

Komplette Fahrten fallen nach Angaben der Bahn nicht aus, man offeriere weiterhin das volle Fahrplanangebot, schreibt das Magazin unter Berufung auf den Bahn-Sprecher. So ganz stimmt das aber nicht: Auf der Strecke zwischen Berlin und Stettin wurden in den letzten Wochen reihenweise Verbindungen durch Busse ersetzt, weil sie angeblich für den Flüchtlingstransport gebraucht wurden. Die dort eingesetzten Diesel-Züge sind dafür offenbar besonders geeignet, weil sie auch im regulären Verkehr ein kurzes Stück durch Polen fahren.


EVN / dts Nachrichtenagentur | Foto: Pixabay
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