Mehrere Tote bei Zugunglück in Ungarn – Bei Rot über den Bahnübergang


SZEGED | Beim Zusammenstoß eines Kleinlasters mit einem Personenzug sind im Süden Ungarns fünf Menschen ums Leben gekommen.

Bei den Toten handelte es sich um Insassen des Kleinlasters, der Arbeiter transportierte, wie der ungarische Rettungsdienst mitteilte. Der Zug – ein dieselgetriebener Schienenbus – entgleiste infolge des Zusammenstoßes und kippte vom Bahndamm. Elf Reisende erlitten nach diesen Angaben Verletzungen.

Außerdem wurden bei dem Unfall am Dienstag zwei weitere Insassen des Kleinlasters verletzt. Nach Darstellung der ungarischen Eisenbahnen kam es zu dem Unglück, weil der Fahrer des Kleinlasters in Mindszent nahe der südungarischen Stadt Szeged trotz roten Blinklichts über den unbeschränkten Bahnübergang gefahren war. Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Am Schauplatz trafen ein Rettungshubschrauber und zehn Krankenwagen ein.

Tödliche Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen sind in Ungarn häufig. Meist fahren Kfz-Lenker trotz Rotlichts über die Schienen. Manchmal kommt es auch vor, dass die Blinklichtanlage an einem Übergang ausfällt. Im Zusammenhang mit dem Unfall betonten die ungarischen Eisenbahnen, dass das Blinklicht in diesem Fall funktioniert habe.


EVN / dpa | Foto: Katastrophenmanagement
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