Bund rechnet bis 2035 mit Fehmarnsundtunnel

Erneute Verzögerung: Der Bund plant die Inbetriebnahme des neuen Sundtunnels neben der bestehenden Fehmarmsundbrücke nun bis 2035 ein. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Madsen zeigt sich irritiert.

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Der Bau der deutschen Hinterlandanbindung des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland auf deutscher Seite dauert voraussichtlich länger als bislang geplant. Der neue Infraplan des Bundesverkehrsministeriums gibt den Zeitrahmen für die geplante Inbetriebnahme des Sundtunnels zwischen Fehmarn und dem schleswig-holsteinischen Festland mit „bis 2035“ an. Ein Bahnsprecher sagte, „wir haben noch gar keinen neuen Zeitplan“. Darüber liefen derzeit noch Gespräche.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums in Kiel war zuletzt eine Fertigstellung des Tunnels bis 2031/2032 eingeplant. „Wir können uns bei diesem wichtigen Projekt keine weiteren Verzögerungen leisten“, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Er wolle darüber mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (beide CDU) sprechen. Zuvor hatte das Flensburger Tageblatt berichtet.

Ursprünglich hatte die Bahn die Kosten für einen Ersatzbau am Fehmarnsund mit 714 Millionen Euro beziffert. Mittlerweile hat die deutsche Infrastrukturgesellschaft Deges die Tunnelkosten jedoch mit 2,306 Milliarden Euro angegeben.

Brücke bleibt stehen

Die aus den 1960er Jahren stammende Sundbrücke mit lediglich einem Fahrstreifen je Richtung und einem Bahngleis soll für Fußgänger, Radfahrer und langsame Fahrzeuge erhalten bleiben.

Nach früheren Planungen sollte der Ostseetunnel bereits ab 2029 Fehmarn und Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Doch dieser liegt laut Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus verzögern wird.

dpa / EVN