Vorbereitungen für Streckensanierung – Bahn setzt auf Artenschutz

Bei der anstehenden Generalsanierung der Strecke Obertraubling–Passau integriert die Deutsche Bahn umfangreiche Artenschutzmaßnahmen. Ziel ist es, Tiere und ihre Lebensräume während der Bauarbeiten bestmöglich zu schützen.

Die Deutsche Bahn berücksichtigt laut Mitteilung bei der Generalsanierung der Strecke zwischen Obertraubling und Passau umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna. Entlang der Trasse würden unter anderem Ersatzhabitate für Reptilien wie die Zauneidechse geschaffen, um deren Lebensräume zu sichern. Dazu zählen Sandflächen sowie Totholz- und Steinhaufen. Für Vögel seien Nistkästen installiert und alternative Brutflächen eingerichtet worden. Um Störungen für die Tiere zu vermeiden, würden Baustellenflächen gezielt gestaltet. Auch Fledermäuse würden durch spezielle Quartiere und reduzierte Beleuchtung geschützt. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Artenvielfalt trotz der Bauarbeiten zu erhalten.

Die Bauphase auf dem Abschnitt ist für den Zeitraum vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 vorgesehen. Neben der Sanierung von Bahnhöfen umfasst das Projekt auch infrastrukturelle Arbeiten wie Gleis- und Stellwerkserneuerungen sowie Bodenstabilisierungen. Die Strecke Obertraubling–Passau gehört zu den wichtigsten Verbindungen für den deutschen und internationalen Güterverkehr.

EVN