Zum 30-jährigen Bestehen der Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs zieht der Freistaat Bayern eine positive Bilanz. Das Zugangebot wurde seit 1995 stark ausgebaut, die Nachfrage erreichte zuletzt ein Allzeithoch.
Drei Jahrzehnte nach der Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) bewertet der Freistaat Bayern die Entwicklung überwiegend positiv. Seit der Übertragung der Zuständigkeit vom Bund auf die Länder im Jahr 1996 habe Bayern das Angebot im Regional- und S-Bahn-Verkehr deutlich ausgeweitet, teilte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit. Die jährlichen Zugkilometer seien von rund 82 Millionen im Jahr 1995 auf etwa 137 Millionen im Jahr 2025 gestiegen, ein Zuwachs von rund 66 Prozent.
Parallel dazu habe auch die Nachfrage stark zugenommen. Im Jahr 2024 erreichten die Personenkilometer im bayerischen SPNV mit rund zwölf Milliarden einen Höchststand. Organisiert wird der SPNV seit 1996 von der eigens gegründeten Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die heute als größter Aufgabenträger in Deutschland jährlich rund 1,6 Milliarden Euro in Zugleistungen investiert.
Der Freistaat setzte früh auf Wettbewerb zwischen Verkehrsunternehmen und führte mit dem Bayernticket sowie dem Bayerntakt weitere bundesweit beachtete Konzepte ein. Zugleich sieht das Verkehrsministerium wachsende Herausforderungen, insbesondere bei Finanzierung, Infrastruktur und Qualitätssicherung. Für die kommenden Jahre stehen zudem der Ausbau der Fahrgastinformation sowie die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe bis 2040 im Fokus.
EVN
