Die Europäische Eisenbahnagentur hat die Siemens-Zweikraftlok Vectron Dual Mode mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS für den Einsatz in Deutschland und Österreich zugelassen. Erste Lokomotiven gingen an den Betreiber Stern & Hafferl Verkehr.
Die Siemens-Mobility‑Lokomotive Vectron Dual Mode hat die Zulassung der Europäischen Eisenbahnagentur für den Personen‑ und Güterverkehr in Deutschland und Österreich erhalten. Damit dürfen die Zweikraftloks erstmals im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen beiden Ländern eingesetzt werden, teilte Siemens mit.
Die ersten beiden zugelassenen Lokomotiven wurden an den österreichischen Bahnbetreiber Stern & Hafferl Verkehr übergeben. Gebaut werden diese Loks im Werk München‑Allach und mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3.6 ausgerüstet. Das System wird über die modulare On‑Board‑Unit Trainguard Basic von Siemens betrieben.
„Mit der Kombination aus elektrischer und dieselbetriebener Traktion ermöglicht der Vectron Dual Mode einen durchgängigen Betrieb auch auf nicht vollständig elektrifizierten Strecken – ohne Zeitverluste durch Lokwechsel. Das steigert die Effizienz und trägt zur weiteren Verlagerung von Verkehr auf die Schiene bei“, sagte Andre Rodenbeck, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.
Die Loks haben eine Leistung am Rad von bis zu 2.400 Kilowatt im elektrischen und 2.000 Kilowatt im Dieselbetrieb, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und wiegen 90 Tonnen. Sie sind für das Wechselstromsystem mit 15 kV ausgelegt und besitzen einen 2.600‑Liter‑Dieseltank.
EVN
