Verbände kritisieren schlechte Fahrgastinformation bei S-Bahn Rhein-Main

Verkehrsverbände bemängeln unzureichende Informationen bei vorzeitig endenden S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet. Fahrgäste würden oft zu spät über Änderungen informiert und hätten kaum Ausweichmöglichkeiten.

Mehrere Verkehrsverbände haben Kritik an der Fahrgastinformation im S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet geäußert. In einem offenen Brief von Ende März wenden sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband Pro Bahn sowie das Bündnis Verkehrswende Frankfurt an den RMV und die Deutsche Bahn.

Die Verbände kritisieren insbesondere sogenannte vorzeitige Wenden verspäteter S-Bahnen, bei denen Züge den eigentlichen Zielbahnhof nicht erreichen. Fahrgäste würden häufig erst kurz vor dem vorzeitigen Endbahnhof informiert, sodass alternative Verbindungen kaum noch erreichbar seien.

Nach Ansicht der Initiatoren seien frühzeitige und verlässliche Informationen entscheidend, insbesondere angesichts einer wahrgenommenen sinkenden Zuverlässigkeit im S-Bahn-Verkehr. Sie fordern daher verbindliche Mindeststandards, darunter eine Ankündigung solcher Änderungen mindestens 15 Minuten im Voraus – sowohl in Zügen als auch über digitale Informationssysteme und Anzeigen an Bahnsteigen.

Zugleich verweisen die Verbände darauf, dass langfristig vor allem die Pünktlichkeit und Stabilität des Betriebs verbessert werden müsse, um vorzeitige Fahrtverkürzungen möglichst zu vermeiden.

EVN