Güterbahnen begrüßen verbesserte Personalsituation in Stellwerken

Der Güterbahnen-Verband bewertet die verbesserte Personalsituation in Stellwerken der Deutschen Bahn grundsätzlich positiv, sieht jedoch weiterhin regionale Engpässe und strukturellen Handlungsbedarf.

Der Verband Die Güterbahnen hat die von der DB InfraGO gemeldeten Fortschritte bei der Stellwerksbesetzung als wichtigen Schritt für einen stabileren Bahnbetrieb bezeichnet. Eine rechnerische Vollbesetzung im Bundesdurchschnitt dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es regional weiterhin Engpässe mit Auswirkungen auf den Güter- und Personenverkehr gebe.

Nach Darstellung des Verbands sind die Probleme auf frühere Fehlplanungen beim Personal zurückzuführen. Diese seien zunächst nicht anerkannt worden und hätten erst nach einer Beschwerde bei der Bundesnetzagentur sowie verhängten Sanktionen im Jahr 2025 zu einem Umdenken geführt. Die nun sichtbare Verbesserung wird daher auch als Folge externen Drucks gewertet.

Gleichzeitig verweist der Verband auf weiterhin bestehende Herausforderungen, darunter unterbesetzte Stellwerke in einzelnen Regionen sowie Schwierigkeiten in der Ausbildung mit erhöhten Durchfallquoten. Zudem bestehe aufgrund hoher Fluktuation im Stellwerkspersonal weiterhin Handlungsbedarf bei Rekrutierung und Qualifizierung.

Langfristig sei es entscheidend, die Personalausstattung vorausschauend zu planen und zugleich die Modernisierung älterer Stellwerke voranzutreiben. Der Verband kündigte an, die Entwicklung weiter kritisch zu begleiten.

EVN