Mit der Inbetriebnahmegenehmigung für die erste „kurze TINA“ startet in Halle (Saale) die Einführung einer neuen Straßenbahngeneration. Insgesamt 56 Niederflurfahrzeuge von Stadler sollen schrittweise in den Fahrgastbetrieb gehen.
In Halle (Saale) ist die erste „kurze TINA“-Straßenbahn offiziell für den Betrieb freigegeben worden. Wie Stadler mitteilte, übergab Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens am Donnerstag die Inbetriebnahmegenehmigung symbolisch an die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG). Zuvor hatte das Fahrzeug die Betriebszulassung der Technischen Aufsichtsbehörde erhalten. Das positive Prüfergebnis gilt zugleich als Konformitätsnachweis für weitere 38 Fahrzeuge dieser Baureihe.
Die HAVAG hat bei Stadler insgesamt 56 Niederflur-Stadtbahnfahrzeuge der TINA-Plattform bestellt, darunter 39 Fahrzeuge der 30,4 Meter langen M-Version („kurze TINA“) sowie 17 längere XL-Varianten. Die Fahrzeuge verfügen über einen vollständig stufenlosen Innenraum, breite Einstiege und Multifunktionsbereiche für Rollstühle und Kinderwagen. Zudem sind Fahrerassistenzsysteme einschließlich Kollisionsschutz, digitale Fahrgastanzeigen und eine energieeffiziente Klimaanlage vorgesehen.
Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Monaten weitere Fahrzeuge in den Fahrgastbetrieb gehen. Die neue Straßenbahngeneration ist auf die Anforderungen des innerstädtischen Verkehrs ausgelegt und soll den öffentlichen Nahverkehr in Halle langfristig modernisieren.

EVN
