ÖBB investieren heuer 20 Millionen Euro in Semmering-Bergstrecke

Trotz Bauarbeiten auf der historischen Semmeringbahn sichern die ÖBB ein verlässliches Zugangebot auf der Südstrecke. Von Mitte März bis Ende Mai kommt es zu längeren Fahrzeiten, Angebotsreduktionen und Ersatzverkehr im Nahverkehr.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) setzen in diesem Jahr die Revitalisierung der über 170 Jahre alten Semmeringbahn fort. Bis zur geplanten Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels Ende 2029 trägt die Bergstrecke weiterhin die Hauptlast des Verkehrs auf der Südstrecke zwischen Wien und Villach. Topografische Herausforderungen, Witterungseinflüsse und steigendes Verkehrsaufkommen machen laut ÖBB eine schrittweise Sanierung erforderlich.

Vom 14. März, 22.00 Uhr, bis 29. Mai 2026, 5.00 Uhr, kommt es zu Fahrplanänderungen und einer Reduzierung des Fernverkehrsangebots. Reisende auf der Strecke Wien–Graz–Villach müssen längere Fahrzeiten einplanen, einzelne Halte entfallen. Auch Nachtzüge sowie die RJX-Linie Richtung Prag sind betroffen. Im Nahverkehr wird zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag vom 15. März bis 28. Mai ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Schwerpunkt der Bauarbeiten ist die Sanierung des Viadukts „Kalte Rinne“. Während der Arbeiten bleibt die Strecke eingleisig befahrbar. Neben der Instandsetzung des denkmalgeschützten Bauwerks werden Gleise, eine Weiche sowie Entwässerungsanlagen erneuert. Insgesamt investieren die ÖBB im Jahr 2026 rund 20 Millionen Euro.

EVN