Die Deutsche Bahn erneuert ab März 2026 die Lahn-Kinzig-Bahn zwischen Gießen und Nidda grundlegend. Geplant sind fünf elektronische Stellwerke, modernisierte Bahnübergänge und barrierefreie Stationen. Für Reisende wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn (DB InfraGO) startet im März 2026 mit der umfassenden Modernisierung der Lahn-Kinzig-Bahn zwischen Gießen und Nidda. Kern des Projekts ist der Bau von fünf elektronischen Stellwerken (ESTW), die künftig Weichen und Signale digital steuern und einen störungsärmeren Betrieb ermöglichen sollen. Zudem werden entlang der Strecke zwölf Bahnübergänge vollständig erneuert und zehn weitere technisch angepasst.
Darüber hinaus modernisiert die Bahn die Stationen Lich und Ober-Widdersheim barrierefrei. Bahnsteige und Zuwegungen werden so umgestaltet, dass sie für mobilitätseingeschränkte Reisende, Fahrgäste mit Kinderwagen oder Fahrrädern besser zugänglich sind. Weitere Maßnahmen umfassen die Erneuerung von Gleis 2 im Bahnhof Nidda im Herbst sowie eine Hangsicherung zwischen Nidda-Borsdorf und Nidda im Sommer.
Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Phasen und führen zu Sperrungen: Ab 1. März 2026 ist der Abschnitt zwischen Gießen und Hungen gesperrt, ab Ende Juni bis Mitte Dezember 2026 die Gesamtstrecke zwischen Gießen und Nidda. Zusätzlich wird es vom 9. bis 23. Mai zwischen Nidda und Glauburg-Stockheim keinen Zugverkehr geben. Für die Fahrgäste ist ein Ersatzverkehr mit Bussen vorgesehen, das Konzept der Hessischen Landesbahn (HLB) befindet sich laut Mitteilung in Planung.
dpa
