Nach Fahrwerksmodifikationen an der TINA-Straßenbahn in Darmstadt verzeichnet Stadler laut Messfahrten eine Reduktion der bewerteten Schwingstärke um bis zu 51 Prozent. Durchschnittlich sei die Belastung um rund ein Drittel gesunken.
Der Schweizer Hersteller Stadler berichtet von messbaren Erfolgen bei der Reduktion von Erschütterungen der TINA-Straßenbahn in Darmstadt. Nach technischen Anpassungen am Fahrwerk und einer Optimierung der Räder seien bei Messfahrten im Dezember signifikante Verbesserungen festgestellt worden, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.
Die Untersuchungen wurden laut Stadler von einem unabhängigen, akkreditierten Prüfinstitut nach DIN 4150 durchgeführt. Gemessen wurde an drei repräsentativen Streckenabschnitten, darunter an der Wilhelm-Leuschner-Straße, wo zuvor besonders hohe Werte im Vergleich zu Bestandsfahrzeugen festgestellt worden waren. Dort konnte die maximal bewertete Schwingstärke den Angaben zufolge um bis zu 51 Prozent gesenkt werden, im Durchschnitt um mehr als 33 Prozent.
An der Elisabeth-Selbert-Straße sowie an der Heidelberger Landstraße seien ebenfalls Reduktionen festgestellt worden, wenn auch auf insgesamt niedrigerem Niveau. Unterschiede zwischen einzelnen Messreihen erklärt das Unternehmen mit variierenden Geschwindigkeiten und fahrzeugspezifischen Streuungen.
Stadler kündigte an, die Modifikationen weiter zu optimieren und für die Serie vorzubereiten. Zudem sei eine zusätzliche technische Maßnahme entwickelt und in Basel bereits validiert worden, die insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten eine weitere Dämpfung versprechen soll. Voraussetzung für die Umsetzung in Darmstadt ist die Zustimmung der technischen Aufsichtsbehörde.
EVN
