Starker Schneefall, zahlreiche Weichenstörungen und ein IT-Ausfall haben den Bahnverkehr in den Niederlanden erheblich beeinträchtigt. Der Fahrplan der Niederländischen Bahn (NS) wurde zeitweise ausgesetzt, der Betrieb läuft nun schrittweise wieder an.
Winterwetter mit anhaltendem Schneefall hat den Bahnverkehr in den Niederlanden massiv gestört. Besonders Weichenstörungen sowie ein IT-Ausfall in einem zentralen Planungssystem der Niederländischen Bahn (NS) führten dazu, dass der reguläre Fahrplan am Dienstagmorgen zeitweise vollständig ausgesetzt wurde.
Seit dem späten Vormittag wird der Verkehr schrittweise wieder aufgenommen. In weiten Teilen des Landes verkehren die Züge wieder nach einem angepassten Winterfahrplan. Anhaltende Probleme gibt es jedoch weiterhin im Raum Amsterdam sowie rund um den Flughafen Schiphol. Die NS rät Reisenden dort, nur bei dringendem Bedarf zu fahren.
Auch der Güterverkehr ist stark betroffen. Auf der Hafenbahn im Raum Rotterdam sowie auf der Betuwe-Strecke kam es zu erheblichen Einschränkungen, unter anderem durch blockierte Weichen in den Rangierbahnhöfen Botlek, Waalhaven und Kijfhoek. Der Güterverkehr konnte dort zeitweise nur eingeschränkt oder eingleisig abgewickelt werden.
Nach Angaben des Infrastrukturbetreibers Pro Rail sind Schneefall und Eisbildung die Hauptursachen der Störungen. Schnee kann Weichen blockieren oder Gas-Weichenheizungen beeinträchtigen, zudem können sich Eisbrocken von Zügen lösen und auf Weichen fallen. Dutzende Räum- und Notfallteams seien im Einsatz, um Gleise und Weichen manuell mit Schaufeln, Besen und Gasbrennern freizuhalten, hieß es.
Die Bahnunternehmen bereiten sich auf weiteren Schneefall in den kommenden Tagen vor. Meteorologen überwachen die Wetterlage kontinuierlich, um den Betrieb möglichst stabil zu halten. Reisenden wird empfohlen, zusätzliche Reisezeit einzuplanen und sich kurzfristig über Änderungen zu informieren.
EVN
