Ab März 2026 will ein neues Eisenbahnunternehmen aus den Niederlanden Fernzüge zwischen Amsterdam und Berlin sowie Hamburg anbieten. Die Tickets sollen günstig sein, Koffer müssen jedoch hinzugebucht werden.
Von März kommenden Jahres an will das niederländische Bahnunternehmen GoVolta eine neue direkte Zugverbindung zwischen Hamburg und Amsterdam bzw. Berlin und Amsterdam anbieten. Die Züge sollen zunächst jeweils dreimal pro Woche in beiden Richtungen verkehren. Damit will der neue Anbieter eine preiswerte Alternative zum Flugzeug und Auto schaffen.
GoVolta mit Hauptsitz in Breda (Niederlande) ist nach eigenen Angaben ein neues privates Bahnunternehmen mit einem Kernteam von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das internationale Städteverbindungen anbieten will. Für den Betrieb der Züge arbeitet GoVolta mit den Partnerunternehmen Keolis Nederland und Brouwer Technology zusammen.
Koffer müssen zugebucht werden
“Unser Ansatz ist simpel: günstige Tickets und immer ein garantierter Sitzplatz”, sagte Mitgründer Maarten Bastian. Fahrgäste könnten zwei verschiedene Klassen wählen. Jeder Zug bestehe aus 11 Wagen mit insgesamt rund 820 Sitzplätzen, inklusive einem Loungewagen mit Essen und Getränken. Zwei Handgepäckstücke seien im Preis inbegriffen, weitere Koffer müssten hinzugebucht werden. Auch für eine flexible Änderung des Reisedatums oder die Möglichkeit zur Namensänderung auf dem Ticket können Zusatzkosten entstehen.
Die Verbindung Amsterdam–Berlin mit Zwischenhalten in Amersfoort, Deventer, Hengelo, Bad Bentheim, Osnabrück und Hannover startet am 19. März in Berlin. Sie wird an drei Tagen der Woche jeweils dienstags, donnerstags und samstags angeboten. Einen Tag später, am 20. März, soll dann auch die Verbindung Amsterdam–Hamburg an den Start gehen – zunächst montags, mittwochs und freitags. Ab Sommer 2026 will man das Angebot auf tägliche Fahrten ausdehnen.
Im ersten Jahr rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit ungefähr 500.000 Fahrgästen auf seinen internationalen Verbindungen. Für 2027 erwartet GoVolta dann etwa 1,7 Millionen Reisende, weil die Zahl der Verbindungen nach Deutschland steige und im Dezember 2026 die Strecke Amsterdam–Paris hinzukomme, hieß es.
In den kommenden Jahren will GoVolta prüfen, ob es weitere Direktverbindungen von Amsterdam nach Frankfurt, München, Basel, Brügge und Kopenhagen einrichtet.
EVN / dpa
