Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister sieht Mobilitätsoffensive auf gutem Weg


SCHWERIN | Egal ob öffentlicher Nahverkehr, Radwege oder Straßenbau – für Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Meyer zeigt die Mobilitätsoffensive erste Ergebnisse.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer sieht die Mobilitätsoffensive im Land auf einem guten Weg. „Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs müssen attraktiver werden. Da sind wir auf einem guten Weg“, sagte der SPD-Politiker am Freitag. Die Mobilitätsoffensive biete bereits viele Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger. „Und auch im Straßenbau sind wir dabei, im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern die Straßen vorrangig zu erhalten, dort wo noch erforderlich neu zu bauen und zugleich in straßenbegleitende Radwege zu investieren.“

Unter anderem werde das Land Regiobuslinien und ein landesweites Rufbussystem mit einheitlichen Qualitätsstandards einführen. Den Angaben zufolge werden die geplanten Regiobuslinien in regelmäßigen Fahrten stündlich oder zweistündlich unabhängig von Schul- und Ferienzeiten verkehren. Im kommenden Jahr soll es neue Angebote zwischen Sanitz und Greifswald über Marlow, Tribsees und Grimmen sowie zwischen dem Königsstuhl und Klein Zicker über Sassnitz und Binz geben.

Diese Regiobuslinien fördere das Land 2024 mit etwa 3,1 Millionen Euro. Der Aufbau und der Betrieb des Rufbussystems werde mit etwa 13,5 Millionen Euro unterstützt. Das Rufbussystem soll ergänzend zum Regiobussystem die sogenannte letzte Meile absichern. Die Rufbusse verbinden die Gemeinden mit übergeordneten Bahn- und Buslinien der Region. Eine Fahrt muss vorab telefonisch oder online gebucht werden.

„Wir wollen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern die Straßen vorrangig erhalten, dort wo noch erforderlich neu bauen und zugleich in straßenbegleitende Radwege investieren“, sagte Meyer. In Zeiten begrenzter Haushaltsmittel und des zunehmenden Alters der bestehenden Infrastruktur müsse die Priorität auf den Erhalt bestehender Straßen und Brücken gelegt werden.

In den Unterhalt der Landes- und Bundesstraßen wurden im laufenden Jahr den Angaben zufolge rund 83 Millionen Euro investiert. Für Radwege an Landes- und Bundesstraßen seien rund 23 Millionen Euro ausgegeben worden. Bis 2027 seien insgesamt 102 Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 165 Kilometern geplant. Der Weiterbau der Ortsumgehung Wolgast als größte Neubaumaßnahme an Bundesstraßen habe in diesem Jahr gut 10 Millionen Euro gekostet, der Bau der Ortsumgehung Elmenhorst im Bereich der Landesstraßen knapp 6 Millionen Euro.


dpa / EVN