Auch Spanien schafft Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ab


MADRID | Als eines der letzten Länder der Europäischen Union schafft Spanien die Corona-Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr ab.

Von diesem Mittwoch an muss der Mund- und Nasenschutz nur noch in medizinischen Einrichtungen getragen werden – zum Beispiel in Krankenhäusern und Arztpraxen – sowie in Apotheken und Seniorenheimen. Dies entschied die Regierung am Dienstag in Madrid.

Die meisten EU-Länder hatten die Maskenpflicht im Fern- und Nahverkehr bereits im vergangenen Jahr abgeschafft. Deutschland machte am vergangenen Donnerstag damit bundesweit Schluss. In der EU muss nun nur noch in Griechenland in den öffentlichen Verkehrsmitteln Maske getragen werden. Spanien wurde 2020 besonders schwer von der Pandemie getroffen. Deshalb war die Regierung bei der Lockerung vorsichtig. Erst vor einem Jahr wurde die Maskenpflicht im Freien abgeschafft.

Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Monaten auf niedrigem Niveau stabil. Gesundheitsministerin Carolina Darias sagte am Dienstag, inzwischen gehe die Zahl sogar zurück. Die 14-Tage-Inzidenz in der Risiko-Gruppe der Menschen über 60 Jahren betrug zuletzt nach amtlichen Angaben etwa 50. Die Zahl der Neuansteckungen in dieser Altersgruppe innerhalb von zwei Wochen hatte vor einem guten Monat noch um die 150 gelegen.


dpa / EVN