Potsdam und Umland: DBV kritisiert Bahnangebot nach Fahrplanwechsel


POTSDAM | Der Fahrplanwechsel in der Region Potsdam wurde von der Landesregierung Brandenburg als Gewinn dargestellt, doch der Regionalverband Potsdam-Mittelmark des Deutschen Bahnkunden-Verbands (DBV) sieht Verbesserungsbedarf.

  PTO   Die Kritik im Wortlaut:

„Im Fernverkehr wird das zusätzliche IC-Paar Magdeburg – Berlin als großes Plus dargestellt. Doch hier fährt man einmal täglich im Verlauf des RE1. Nicht erwähnt wird, dass der Nachtzug endgültig von Potsdam verschwunden ist. Statt des Pseudo-IC nach Magdeburg sollte es einen regelmäßigen IC-Takt, zumindest bis Hannover zum Anschluss an den weiteren Fernverkehr geben. Dies hatte die Deutsche Bahn bereits vor Jahren zugesagt. Selbst die Kreisstadt Eberswalde ist besser als Potsdam an das Netz des Schienenfernverkehrs angeschlossen.

Im Regionalverkehr gibt es Verbesserungen, so die Regionalbahn-Verbindung nach Gesundbrunnen. Doch es bleiben Wünsche offen: So der Halt von zwei RE in Groß Kreutz und Götz, wie übereinstimmend in der Region gefordert, zumindest in der Hauptverkehrszeit. Verschlechtert hat sich die Verbindung aus der Region Michendorf zum BER. Durch die neuen Linienführungen (u.a. des RE 7) werden zusätzliche Umstiege und Umwegfahrten notwendig. Hier verärgert es, dass vom Land Brandenburg eine Verbindung Michendorf <> Saarmund schon vor einigen Jahren abbestellt wurde. Diese soll nun der Landkreis Potsdam-Mittelmark aus eigenen Mitteln per Bus realisieren.

Der Verdacht besteht, dass solche Aktionen in weiteren Teilen des Landes Brandenburg Schule machen, siehe die Einstellung der Regionalbahn RB 63 zwischen Joachimsthal und Templin (Stadt), wie zu Fahrplanwechsel bereits geschehen.

Der DBV hofft, dass es bei den nächsten Fahrplanwechseln zu Verbesserung der angesprochenen kritikwürdigen Punkte kommt. Hier könnten sich die Abgeordneten und Minister (Bundeskanzler) aus der Region unterstützend einbringen.

Gleichzeitig beobachten wir aktuell kritisch die Situation der Ausfälle von Leistungen im Regionalverkehr, welcher auch aus der Überlastung der Berliner Stadtbahn resultieren. Hier fehlen Lösungen, wie die Führung der Verbindung Potsdam zum BER über den Innenring und Berlin Hauptbahnhof (tief) sowie endlich der Wiederaufbau der Stammbahn.“


Textquelle: DBV
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