Risikokommunikation der Feuerwehr Frankfurt stadtweit über digitale Medien von Ströer


FRANKFURT AM MAIN | Die Feuerwehr Frankfurt am Main nutzt ab sofort auch die digitalen Medien von Ströer im Stadtgebiet und an Bahnhöfen, um Bürgerinnen und Bürger zu informieren. 

  PTO   In erster Linie wird es um so genannte Risikokommunikation gehen: Hinweise, wie jeder Gefahren vermeiden, sich davor schützen oder mit ihnen umgehen kann. Als kommunal zuständige Katastrophenschutzbehörde hat die Feuerwehr dabei auch aktuelle Themen wie die Notfallvorsorge für einen möglichen Stromausfall im Hinterkopf.

Wer in Frankfurt auf eine U- oder S-Bahn wartet, wird ab jetzt auf den großen Info-Screens hinter den Gleisen zwischen t-online-Nachrichten und Spots von Werbungtreibenden auch Inhalte der Feuerwehr Frankfurt sehen. Einen Hinweis etwa darauf, dass überlastete Mehrfachsteckdosen oder elektrische Heizöfchen, die nah am Vorhang stehen, schnell einen Brand auslösen können. Aber es geht auch um Vorsorge für andere Risiken: „Wissen Sie…“, fragt die Feuerwehr auf ihren Motiven zum Beispiel, „wie man bei Stromausfall den Rettungsdienst ruft?“

Rund 300 dieser Stadtinformationsanlagen des Medienhauses Ströer gibt es in Frankfurt. An wichtigen Knotenpunkten im Öffentlichen Nahverkehr, im Hauptbahnhof und in den großen Einkaufszentren. Die Nutzung der Flächen für die öffentliche Risikokommunikation haben Ströer und die Abteilungen Kommunikation und Bevölkerungsschutz der Feuerwehr gemeinsam entwickelt. Die Feuerwehr nutzt die Screens bereits als einen Ausspielweg für ihre Warnmeldungen. Ströer ist als Warnmultiplikator seit 2018 offizieller Partner des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Die Sicherheitsdezernentin der Stadt, Annette Rinn, ist überzeugt von dem bundesweiten Pilotprojekt: „In der Risikokommunikation zu Themen wie Notfallvorsorge oder Rettungsgasse in der Stadt ist es wichtig, dass wir alle erreichen. Nicht jeder liest Zeitung und nicht jeder kann über Soziale Medien angesprochen werden. Die Displays in der Öffentlichkeit sind daher eine wertvolle Ergänzung.“ In akuten Krisensituationen können die digitalen Flächen auch ad hoc ergänzend zur Information über Lokalmedien oder Twitter für aktuelle Informationen genutzt werden.

Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH, erklärt: „Informationen oder Hinweise von Polizei, Feuerwehr und Behörden sollten möglichst zeitnah und zielgerichtet bei der Bevölkerung ankommen – auch, beziehungsweise vor allem – im öffentlichen Raum. Als langjähriger Partner der Städte tragen wir mit unseren digitalen Medien einen Teil zu einer urbanen Kommunikationsinfrastruktur bei. Wir sehen gerade in dieser durch Krisen und entsprechenden Informationsbedarf geprägten Zeit auch unsere gesellschaftliche Verantwortung. Wir können uns weitere Kooperationen, wie die erfolgreiche mit der Feuerwehr Frankfurt, auch mit anderen großen Berufsfeuerwehren vorstellen.“

Für jedes Risikothema der Feuerwehr Frankfurt, das auf den Screens läuft, stehen weiterführende Informationen auf der Webseite des Amtes. Die Spots richten sich nach Jahreszeit oder Lage. Florian Grün, zuständig für den Bereich Krisen- und Risikomanagement, gibt ein Beispiel: „Wenn es kälter wird, werden wir gerade in diesem Winter auf die Gefahr von Kohlenmonoxid hinweisen. Wurde ein Kamin lange nicht genutzt, Kamin und Schornstein nicht gesäubert, kann die Gaskonzentration in der Wohnung lebensgefährlich werden. Ebenso beim Grillen in Innenräumen, und zwar vor allem, weil man Kohlenmonoxid nicht sieht und nicht riecht.“

Veith Bosenbecker, Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz, führt dazu weiter aus, „Menschen können Risiken nur vermeiden, wenn sie diese kennen und einschätzen können. Und manche Dinge wissen wir, aber wir tun sie aus Bequemlichkeit oder Nachlässigkeit trotzdem, an die muss man immer wieder erinnert werden.“ Im Hinblick auf Risiken, die auf einen Schlag mehrere Stadtteile oder die ganze Stadt betreffen können, wie einen Stromausfall oder Extremwetterfolgen, sieht Bosenbecker einen weiteren wichtigen Zusammenhang: „Jeder, der sich in einer solchen Situation selbst helfen kann, ermöglicht uns im Katastrophenschutz, dass wir uns wirklich um die kümmern können, die unsere Hilfe dringend brauchen.“

Anders als das vielleicht vorherrschende Verständnis, erklärt Bosenbecker, ist nicht allein der Staat für den Schutz der Bevölkerung zuständig: Zunächst komme der Selbstschutz. Maßnahmen der Behörden ergänzten diesen. „Verpflichtet ist der Staat dagegen, die Menschen zum Umgang mit Gefahren zu befähigen, indem er sie über Risiken sowie Schutz- und Vorsorgemaßnahmen informiert. Das tun wir mit unserem Informationsangebot auf der Webseite, über die Sozialen Medien, in unserem Brandschutz- und Bevölkerungsschutz-Informationszentrum und jetzt auch über die Displays im Stadtgebiet.“


Textquelle: Feuerwehr Frankfurt am Main
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