Wasserstoffzüge auf der Heidekrautbahn kommen von Siemens


BERLIN | Der Zugverkehr auf der sogenannten Heidekrautbahn zwischen Berlin–Karow und Groß Schönebeck im Landkreis Barnim soll von Diesel auf Wasserstoff umgestellt werden – den Auftrag dafür hat nun die Siemens-Tochter Siemens Mobility erhalten.

Im Herbst 2024 soll das Unternehmen sieben zweiteilige Wasserstoff-Züge an die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) liefern, die die Strecke betreibt. Ab Dezember desselben Jahres sollen die Züge bereits rollen, wie beide Unternehmen mitteilten.

Der Auftrag umfasse auch einen Instandhaltungs- und Ersatzteilliefervertrag, hieß es. Wie viel Siemens mit dem Auftrag verdient, wurde zunächst nicht bekannt. „Wir sind stolz, mit der Heidekrautbahn das erste Netz in der Region Berlin-Brandenburg zu betreiben, auf dem Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge zum Einsatz kommen werden“, teilte NEB-Vorstand Detlef Bröcker mit.

Die Züge des Typs Mireo-Plus-H von Siemens werden mit Wasserstoff angetrieben und erreichen rund 160 Kilometer pro Stunde. Die Fahrzeuge sollen mit ausreichend Platz für Kinderwagen, Rollstühle und einem Dutzend Fahrräder sowie kostenlosem W-LAN ausgestattet sein. Für die Strecke soll im Rahmen des Pilotprojekts von Bund und Ländern auch ein Hybridkraftwerk und eine Wasserstofftankstelle gebaut werden.

Im Einsatz sein werden die Fahrzeuge bis mindestens 2034. Dann läuft der Verkehrsvertrag der NEB aus. Gut möglich aber, dass die Fahrzeuge auch unter einem anderen Unternehmen weiter auf der Strecke fahren werden.


dpa | Foto: Siemens Mobility
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