Bei der Saarbahn verschärft sich der Tarifkonflikt weiter: Der nächste Arbeitskampf steht an. Die Fronten zwischen Unternehmen und GDL bleiben verhärtet.
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Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Saarbahn beginnt um 15.30 Uhr der nächste Arbeitskampf. Nach Angaben von Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel ist es der inzwischen 40. Streikaufruf seit Beginn der Auseinandersetzung. Das Unternehmen zählt bislang rund 950 Streikstunden.
Der Streik soll nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bis zum 31. Oktober um Mitternacht dauern. Allerdings will die GDL diesen zeitweise und punktuell unterbrechen und später wieder aufnehmen. Die Gewerkschaft hält sich trotz des Streits um die Tarifeinheit weiter für streikberechtigt. Das Tarifeinheitsgesetz sei „kein Streikverbotsgesetz“.
Die Saarbahn und der Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) vertreten dagegen die Auffassung, dass seit dem 1. Oktober der mit der Gewerkschaft Verdi abgeschlossene TV-N Saar der maßgebliche Tarifvertrag im Fahrdienst sei. Einen neuen eigenständigen Tarifvertrag mit der GDL schließt der KAV aus.
Die GDL fordert weiterhin einen eigenen Tarifabschluss für die von ihr vertretenen Lokomotivführer und TramTrain-Beschäftigten. Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht.

dpa / EVN
