Ein Regionalexpress ist in Amberg über Schotter und Holzstücke gefahren. Verletzt wurde niemand, doch es ist der dritte Vorfall in Bayern an einem Tag.
Wegen Schotter und Holzklötzen auf den Gleisen wurde am Montag eine Bahnstrecke in der Oberpfalz gesperrt. Ein Regionalexpress fuhr in Amberg über die Gegenstände, wurde aber nicht beschädigt, wie die Bundespolizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.
Den Angaben nach sei im Triebfahrzeug ein Schlag zu spüren gewesen, als es über die Gegenstände fuhr. Auch ein zweiter Zug, der kurz darauf die Stelle passierte, meldete Steine und einen vermeintlichen Betonblock auf den Schienen.
Mahlspuren an den Gleisen festgestellt
Der Streckenabschnitt wurde daraufhin gesperrt. Die Bundespolizei und eine Fachkraft der Deutschen Bahn stellten Mahlspuren auf den Gleisen sicher sowie Holzscheite und Schotter in und neben dem Fahrzeug. Der vermeintliche Betonblock stellte sich als Holzstück heraus, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.
Demnach entstand weder an den beiden Triebfahrzeugen noch an den Schienen selbst ein Schaden. Wegen der Streckensperrung zwischen Nürnberg und Schwandorf-Irrenlohe sei es zu Verspätungen gekommen.
Wer die Gegenstände auf die Gleise gelegt hatte, war zunächst unklar. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und nimmt Zeugenhinweise entgegen.
Zwei weitere Einsätze wegen Gegenständen auf den Gleisen
Auch in Oberbayern gab es am Montag zwei ähnliche Fälle. Ein ICE auf der Strecke Nürnberg–München musste eine Schnellbremsung einleiten, weil bei Stammham (Landkreis Eichstätt) Steine auf den Schienen lagen. Verletzt wurde niemand, doch der Zug wurde beschädigt. Beim Eintreffen der Streife wurden laut Polizei zwei Jugendliche gesehen, die mit Fahrrädern in ein Waldstück flüchteten.
Bei Mühldorf am Inn mussten die Gleise gesperrt werden, weil Reifen und zerbrochene Steine im Gleis gelegen hatten. Ersten Erkenntnissen zufolge könnten Kinder zuvor von einer Brücke Steine auf die Bahnstrecke geworfen haben.
EVN / dpa
