Die wirtschaftliche Lage bei der Deutschen Bahn bleibt angespannt. Insbesondere die schlechte Pünktlichkeit bleibt ein Problem. Am Freitag präsentiert der Konzern die Bilanz fürs vergangene Jahr.
Die Deutsche Bahn zieht am Freitagvormittag wirtschaftliche Bilanz für das Jahr 2025. Die Situation für den bundeseigenen Konzern gilt weiter als äußerst angespannt. Sorgenkinder sind der Fern- und insbesondere der Güterverkehr, der nach wie vor tief in der Krise steckt. Im ersten Halbjahr machte die Bahn unterm Strich einen dreistelligen Millionenverlust.
Bahnchefin Evelyn Palla war im September als Nachfolgerin von Richard Lutz angetreten, um den Konzern aus der Krise zu führen. Sie verordnete dem Unternehmen eine neue Struktur und baute insbesondere in der Verwaltung und den oberen Managementpositionen umfassend Stellen ab. Mehr Verantwortung verlagerte sie dafür in die Fläche.
Mit mehreren Sofortprogrammen etwa zum Thema Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen oder zum Komfort im Fernverkehr versucht sie, das Fahrerlebnis für die Reisenden kurzfristig zu verbessern. Beim Dauerthema Pünktlichkeit braucht es laut Palla aber noch viel Geduld, bis sich die Lage bessert. Im vergangenen Jahr waren lediglich gut 60 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs. Das ist auch die Quote, die die Chefin für 2026 anstrebt.
dpa
