In Sachen Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale zeichnet sich ein Neustart der seit Jahren unterbrochenen Planungen ab. Vertreter von Bund und Bayern äußerten sich nach einer Kabinettssitzung optimistisch.
Bei der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale besteht nach Angaben der Logistik Agentur Oberfranken neue Zuversicht auf Fortschritte. Nach einer Kabinettssitzung vor wenigen Tagen in München stellte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in Aussicht, die Planungen mit Hochdruck voranzutreiben. Man sei „auf einem guten Weg“, die nächsten Schritte könnten bald folgen. Ziel sei es, Baureife zu erreichen und die Finanzierung zu sichern.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) erklärte, er rechne damit, dass „gegen Ostern“ die Planungsverträge unterzeichnet werden. Die Elektrifizierung müsse auch bei den anstehenden Erneuerungen der Pegnitzbrücken von Beginn an berücksichtigt werden.
International erhält das Vorhaben zusätzlichen Druck. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš hatte zuvor öffentlich gefragt, ob Deutschland am Weiterbau interessiert sei. Beide Länder hatten sich 1995 in einem Abkommen zum gemeinsamen Ausbau der Strecke Nürnberg–Eger–Pilsen–Prag verpflichtet. Während Tschechien seinen Abschnitt bereits 2012 fertigstellte, steht die Umsetzung auf deutscher Seite weiterhin aus.
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte die strategische Bedeutung der Ost-West-Verbindungen für Wirtschaft und Grenzregion. Vertreter des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes fordern zudem, die mehrjährige Sanierung der 18 Pegnitzbrücken mit der Elektrifizierung zu verknüpfen, um Sperrzeiten zu reduzieren sowie Zeit und Kosten zu sparen.
EVN
