Bundeskabinett billigt neue Besetzung im Bahn-Aufsichtsrat

Das Bundeskabinett hat dem Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums zur Neubesetzung der Anteilseignerbank im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG zugestimmt. Ziel sei eine stärkere Einbindung externen wirtschaftlichen Sachverstands.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums zur Neubesetzung der Anteilseignerbank im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG gebilligt. Neu ins Gremium kommen demnach Ex-Lufthansa-Chef Christoph Franz, Telekom-Vorständin und frühere Bahnmanagerin Birgit Bohle sowie Rechtsanwältin Elisabeth Lepique, die über langjährige Management- und Fachexpertise verfügen. Zusammen mit den bisherigen Mitgliedern Immo Querner und Daniela Mattheus stellen Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft künftig die Hälfte der Anteilseignervertreter. Zudem ziehen Björn Simon MdB, Uwe Schmidt MdB und Sebastian Brehm als Verkehrs- und Haushaltsexperten ebenfalls in das Kontrollgremium ein.

Die Personalentscheidungen sollen zum 1. März wirksam werden, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer und Staatssekretärin Claudia Stutz bleiben dem Gremium erhalten. Gatzer wird seien Vorsitzposten im kommenden Jahr allerdings aufgeben. Nachfolger an der Spitze des Aufsichtsrats soll dann Christoph Franz werden, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zuvor berichtete.

Mit der Neubesetzung setzt das Bundesverkehrsministerium die geplante Neuausrichtung des Aufsichtsrates fort, hieß es. Die Maßnahmen seien Teil der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“.

EVN