Schnee an einer Weiche hat offenbar zu einem Unfall geführt. In Hannover ist eine Straßenbahn entgleist. Das Winterwetter sorgt aber auch im Zugverkehr erneut für Einschränkungen.
Eine Straßenbahn in Hannover ist wegen des Winterwetters aus dem Gleis gesprungen. Ursache für den Zwischenfall auf der Linie 17 war viel Schnee auf einer Weiche, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft Üstra sagte. Die Fahrgäste wurden dabei nicht verletzt; die Bahn sei inzwischen wieder aufs Gleis gesetzt worden.
Weil auch andere Weichen von Schneeverwehungen betroffen sind, wurde die gesamte Linie am Montagmorgen eingestellt. “Die Linie kann aber gut von anderen Linien abgedeckt werden”, erklärte der Sprecher. Auch bei den Linien 3 und 7 im Busverkehr kam es zu Einschränkungen, hauptsächlich Verspätungen. “Die Auswirkungen sind nicht so dramatisch wie Anfang Januar.” Der Schulverkehr sei beispielsweise regulär gefahren.
Eingeschneite und vereiste Weichen behindern auch Zugverkehr
Die Deutsche Bahn hat wegen des Winterwetters mit Einschränkungen und Ausfällen im Fernverkehr zu kämpfen. Betroffen sei die Strecke Hannover–Uelzen–Hamburg, sagte ein Bahnsprecher. Grund seien Weichenstörungen – die Weichen seien von Schnee zugeweht und eingefroren. Mitarbeiter der Bahn seien unterwegs, um die Weichen zu enteisen. Fernzüge werden seinen Worten zufolge derzeit an den Bahnhöfen zurückgehalten, kein Zug steht demnach auf freier Strecke. Einschränkungen gibt es auch auf den Zugverbindungen von und nach Berlin bzw. Hamburg.
Auch im Südwesten gibt es den Angaben zufolge Ausfälle, vor allem im Raum Frankfurt und im Raum Stuttgart. Die Fahrgäste seien gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren.
Nach Angaben des Bahnunternehmens Metronom gibt es auch Ausfälle im Regionalverkehr: Auf der Strecke Hamburg–Uelzen fahren wegen des Wetters derzeit keine Züge, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Weichen bei Lüneburg, Bienenbüttel, Bad Bevensen und Uelzen sowie beim Bahnbetriebswerk in Uelzen seien gestört, die Züge würden derzeit nicht fahren.
EVN / dpa
