Bis 2040 soll der Schienenpersonennahverkehr in Nordbayern dieselfrei sein. In den kommenden Jahren sollen die Elektrifizierung und der Bau von Ladestationen für Akkuzüge vorangetrieben werden. 74 Kilometer Strecke werden neu mit Oberleitungen ausgestattet.
Bayern will den Bahnverkehr in Nordbayern schrittweise auf klimafreundliche Antriebe umstellen. Verkehrsminister Christian Bernreiter unterzeichnete am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen Planungsvertrag zum Infrastrukturausbau. Bis 2040 soll der Dieselbetrieb auf allen Regionalstrecken beendet sein.
Geplant sind die Elektrifizierung von 74 Kilometern Bahnstrecke und der Bau von zwei neuen Ladestationen für Batteriezüge in Bad Steben und Neustadt an der Waldnaab. Weitere Projekte an bestehenden Bahnhöfen sollen die Ladeinfrastruktur verbessern. Der Freistaat investiert rund 60 Millionen Euro in die Planung und strebt zusätzliche Bundesfördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) an.
Insgesamt werden 20 nordbayerische Bahnlinien auf Batteriebetrieb umgestellt. Dabei sollen ab Mitte der 2030er Jahre neue barrierefreie Neigetechnikzüge zum Einsatz kommen, darunter auch auf den Verbindungen Nürnberg–Bayreuth–Hof und Nürnberg–Cheb. Die vollständige Umstellung ist für Dezember 2040 vorgesehen.
DB‑Konzernbevollmächtigter Heiko Büttner nannte die Elektrifizierung einen zentralen Schritt zum Erreichen der Klimaziele. Die Inbetriebnahme der ersten modernisierten Abschnitte ist zwischen 2033 und 2036 geplant.
EVN
