Ein Mann hat am Silvesterabend in einem ICE einen Feueralarm ausgelöst und danach am Bahnhof Beimerstetten den Zugverkehr behindert. Die Bundespolizei nahm den 45-Jährigen fest – gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor.
Am Mittwochabend (31. Dezember 2025) musste ein ICE auf der Strecke Ulm–Saarbrücken außerplanmäßig im Bahnhof Beimerstetten anhalten. Ein 45-jähriger Fahrgast hatte in der Zugtoilette Marihuana geraucht und dadurch den Feueralarm ausgelöst. Nachdem der Zugbegleiter den Mann als Verursacher ausgemacht hatte, schloss er ihn von der Weiterfahrt aus. Kurz darauf stellte sich der stark alkoholisierte Mann aus Italien laut Bundespolizei in den Gleisbereich und betätigte außen die Notentriegelung einer Zugtür, um wieder einzusteigen. Der ICE konnte erst weiterfahren, nachdem eine alarmierte Streife den Mann festgenommen hatte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Ulm vorlag.
Der Tatverdächtige wurde am Neujahrstag der Haftrichterin vorgeführt, die den Haftbefehl in Vollzug setzte. Er kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt. Zudem leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ein.
EVN
